Böge Schimmelambulanz

Information Nr. 5.1:
Lüftungsmöglichkeiten

Schimmel-Ambulanz

Möglichkeiten der Lüftung

 

Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden

 

Möglichkeiten der Lüftung

aus: SCHIMMELLEITFADEN 11.2017

Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und

Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden

  • Erstellt durch: Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes

 

  • Manuelle Fensterlüftung: Für hohe Lüftungsraten sollen die Fenster im zu lüftenden Raum komplett geöffnet werden (Stoßlüftung, siehe Abb. 19). Die Fensterlüftung ist dabei am wirksamsten, wenn man gegenüber liegende Fenster gleichzeitig öffnet (sog. Querlüftung), da dann die Luft am schnellsten gegen Außenluft ausgetauscht wird.

 

  

Abb. 19: Freie Lüftung – Fensterlüftung

 (rot = Abluft; blau = Zuluft)

Außenluft tritt über Fenster- und Türfugen in den Raum ein und aus, der Luftwechsel ist vom Winddruck, von der Temperatur und anderen Parametern abhängig und kann durch Öffnen der Fenster gesteuert werden

 

 

  • Ventilatorbetriebene Abluftanlagen
  • Abluftanlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass Abluft aus den am meisten belasteten Räumen (Küche, Bad, WC) mittels eines Ventilators abgesaugt und über einen Luftkanal nach außen (meistens über das Dach) transportiert wird (Abb. 20).
  • Wenn in Küche und Bad aus der Wohnung gesaugt wird, mussauch Luft in die Wohnung nachströmen können. Bei älteren, undichten Gebäuden strömt die Außenluft über Undichtigkeiten in das Gebäude nach. Bei neuen oder ernergetisch sanierten, mithin luftdichten Gebäuden ist der Einbau von Außenluftdurchlässen (ALD) zur Luftnachströmung erforderlich.

 

  

Abb. 20: Ventilatorgestützte Entlüftung einer Wohnung

 Außenluftdurchlässe (ALD) und Abluftanlage (rot = Abluft; blau = Zuluft)

Außenluft tritt über Fenster- und Türfugen bzw. über passive Lüftungsöffnungen in den Raum ein und wird mittels eines Ventilators an den Stellen, an denen es zu einem Feuchte- und Schadstoffanfall kommt, abgesaugt und nach außen transportiert

 

Lüftungsanlagen gibt es als zentrale Anlagen für das gesamte Gebäude, für einzeln

Wohnungen oder Büroeinheiten sowie als dezentrale Einzelgeräte für einzelne Räume.  

 

 

 

Abb. 21: Zentrale Lüftungsanlage mit Zu- und Abluftführung und Wärmerückgewinnung


(rot = Abluft; blau = Zuluft)

Außenluft wird mittels eines Ventilators über eine Außenluftansaugung in das Gebäude eingesaugt und über einen Wärmetauscher und ein Rohrsystem in die Zuluftbereiche geblasen. In den Abluftbereichen (WC, Bad, Küche...) wird die Luft abgesaugt und wieder über einen Ventilator und einen Wärmetauscher nach außen transportiert.

 

Bedarfsorientierte mechanische Fensterlüftung

Eine einfache gezielte Lüftungsmaßnahme stellt die bedarfsorientierte mechanische Fensterlüftung dar. Bei erhöhter Luftfeuchte, zu hohen Temperaturen oder zu hohen CO2-Werten werden die Fenster mittels kleiner Motoren automatisch geöffnet und anschließend bei Erreichen der gewünschten Werte wieder verschlossen. Regen- und Windsensoren verhindern das Öffnen bei ungünstigen Wetterverhältnissen.

 

 

 

Abb. 22: Dezentrales (raumweises) Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung im Schlafzimmer

(rot = Abluft; blau = Zuluft)

 

Der Luftaustausch erfolgt durch ein

kleines, dezentrales Lüftungsgerät

(Einzelraumlüfter) mit Wärmetauscher

(im abgebildeten Fall im Schlafzimmer)

Die Zu- und Abluftöffnungen können

sich im gleichen Raum oder in

verschiedenen Räumen befinden.

Klimaanlagen

 


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Dipl.-Ing. Klaus Peter Böge • Am Pohl 56 • 23566 Lübeck • Tel: 0451/ 619730  Fax: 0451/6197320

Gutachter für die Messung und die gesundheitliche Bewertung von Schimmel und Wohngiften in Innenräumen

 

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