Böge Schimmelambulanz

Information Nr. 7: Schimmelschäden durch Estrichfeuchte

Schimmel- Ambulanz

Vorsorge im Neubau und nach Schimmelsanierungen

 

Kontrollen und Vorsorgemaßnahmen für den Aufbau von Zementestrich

 

1. Kontrollen

Bei der Sanierung nach einem Wasserschaden reicht für notwendige Kontrollen direkt nach der Entfernung aller belasteten Materialien und einer Spezialreinigung meist auch die Augenscheinnahme und evtl. (nur bei konkretem Bedarf) der Einsatz von Klebefilmproben durch einen qualifizierten und erfahrenen Sachverständigen aus. Auf die häufig praktizierte (teure) Luftsporenmessung nach dem Rückbau kann ohnehin verzichtet werde, denn diese beinhaltet keine Kontrolle der (fast immer) versteckten Belastungen, wie z.B. in der Estrichdämmung.

 

2. Vorsorge durch Dampfsperren und Reinigung

Grundsätzlich muss im Neubau wie nach Schimmelsanierungen darauf geachtet werden, dass

2.1 eine fachgerechte Abdichtung der erdberührten Bodenplatte gemäß DIN 18195 gegen aufsteigende Feuchtigkeit erfolgt und diese an die Abdichtung der Wände geführt wird. 

2.2 feuchte Wandbereiche vor dem Weiterbau nicht nur an der Oberfläche, sondern in der ganzen Tiefe ausgetrocknet werden, damit angrenzende Dämmungen, Randstreifen oder Fußleisten nicht verschimmeln.

2.2 auch auf einer Beton- Zwischendecke  unter der Estrichdämmung eine Dampfbremse verlegt wird, da die Decke meist nur in der Oberfläche abgetrocknet ist, aber nicht in der Tiefe. Grundsätzlich müssen die Oberflächen der vorgenannten Materialien vor Verlegung der Dämmung trocken und sehr sauber sein.

 

3. Vorsorge

Zur Vorsorge gegen heute in vielen neuen oder sanierten Häusern vorkommende Feuchte- bzw. Schimmelschäden mit erheblichen Spätfolgen muss die Dämmung unterhalb des neuen Estrichzements mit Hilfe einer flächendeckend geschlossenen Dampfsperre einschließlich einer Verklebung an die Wände vollständig abgedichtet werden. Dies dient zur Verhinderung des Feuchteeintrags über die Diffusion der sehr hohen Raumluftfeuchte in der ersten Woche nach Verlegung des handfeuchten Zements  (ohne Lüftung und ohne Heizung bei geschlossenen Fenstern). Eine übliche Trennlage (auch „Schrenzlage“ genannt) unter dem Estrich sperrt zwar das Anmachwasser ab, erfüllt aber meist keine ausreichende Wirkung gegen Feuchteschäden durch Dampfdiffusion in der Estrichdämmung. Dort kommt die Feuchte unter normalen Bedingungen nur sehr schwer wieder raus und führt zu den vorgenannten Langzeitschäden.

Weiter darf die vorstehend genannte Absperrfolie auch nicht durch Halterungen für die Fußbodenheizung durchstoßen werden.

Eine Kontrolle vor der Einbringung des handfeuchten Zementestrichs ist notwendig.

 

4. Überprüfung der Feuchte im Fußbodenaufbau

Grundsätzlich sollte vor der Einbringung neuer Bodenbeläge neben einer zwingenden Kontrolle der „Belegreife mit der CM- Methode“ auch die relative Luftfeuchte im unteren Bereich der Estrichdämmung mit Hilfe einer Klimasonde zur Feststellung der Wasseraktivität (Schimmelrisiko bei > 75% rel. Feuchte) überprüft werden.


 

Sachverständiger Dipl.-Ing. Klaus- Peter Böge

Schimmel- und Wohngiftambulanz                                      

Schimmel- Spürhund- Service Deutschland

Am Pohl 56,  23566 Lübeck

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