Böge Schimmelambulanz

Gesund bauen und wohnen

Böge – Wohngift- und Schimmelambulanz

1. Infos zu: Formaldehyd
Spanplatten und Möbel werden nach Verfahren auf Formaldehyd geprüft und gekennzeichnet, die in Prüfräumen gelten, aber keine Sicherheit für Wohn- und Schlafräume bieten! So wird Formaldehyd in Prüfkammern unter folgenden Bedingungen gemessen:
"raumluftumspült, bei 23°C und 45% rel. Feuchte, bei einem Luftwechsel pro Stunde und mit  einer Raumbeladung von 1, d.h. 1m³ Plattenoberfläche auf 1m³ Raumvolumen".
Spanplatten können als Baustoff und in Möbeln durch massives Holz sowie Gipskartonplatten ersetzt werden.
Vorsicht bei "formaldehydfreien" Spanplatten (die mit Sicherheit auch Leimharz enthalten), wenn nichts über den eingesetzten Kleber bekannt ist.


2. Infos zu: Holzschutzmittel wie PCP, Lindan, Permethrin, Dichlofluanid, usw.)
In Innenräumen sind Holzschutzmittel wie PCP und Lindan ohne Ausnahme überflüssig und schädlich!
Auch bei tragenden Bauteilen in Innenräumen ist der Schutz nach der Neufassung DIN 68800, Teil 3, nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben.
Lassen Sie sich vom Händler bescheinigen, dass die Hölzer abgelagert und unbehandelt sind; bei einer Holzfeuchte unter 20% tritt kein Pilzbefall auf. Beachten Sie Regeln des konstruktiven Holzschutzes, d.h. verhindern Sie einen möglichen Befall durch technische Maßnahmen bei dem Auf- oder Einbau von Holz.
Wenn ein Holzschutzmittel zwingend erforderlich ist, verwenden Sie möglichst nur Borsalz. Bei einer Außenanwendung sollte das Holz druckimprägniert sein. Bei befallenen Hölzern ist eine ungefährliche Heißluftbehandlung zu empfehlen.


3. Infos zu: Pyrethoide
Im Zusammenhang mit dem Kauf von Teppichen aus Naturmaterialien sollte man sich grundsätzlich bescheinigen lassen, daß der Teppich frei ist von Pyrethroiden oder sonstigen Pestiziden. Es reicht nicht, einen "unbehandelten" Teppich zu verlangen, sondern im Kaufvertrag sollte auf jeden Fall stehen:
Der Teppich ist weder mit Bioziden behandelt, noch mit mehr als 1 mg/kg kontaminiert.
Bei Auftreten von Schädlingen oder sog. Lästlingen ist praktisch nie der Einsatz von Giften erforderlich. Ursachenbekämpfung (z.B. feuchte Stellen, offene Lebensmittel) oder das Anbringen von Barrieren (Fliegengaze, Leimbretter, natürliche Gegenmittel) sind die bessere Lösung.


4. Infos zu: Weichmacher
Da Baumaterialien die Hauptquellen für Weichmacher in der Innenraumluft bzw. im Staub sind, hilft nur der möglichst weitgehende Verzicht auf Kunststoffprodukte und die Verwendung von schadstoffarmen Produkten.
Innen- Silikatfarbe (auf jeden Fall bei kalten Wänden mit dem Risiko von Kondensfeuchte und nachfolgendem Schimmelbefall) oder Papiertapeten sind nicht nur kostengünstiger und gasen bedeutend weniger Schadstoffe aus, sondern sie erhalten die Atmungsfähigkeit der Wände und verbessern das Raumklima.


5. Infos zu: Lösemittel
Der wirkungsvollste Effekt zum Schutz der Gesundheit kann durch den generellen Verzicht auf lösemittelhaltige Produkt erzielt werden. Das gilt z.B. für Teppichkleber, Lack- oder Latexfarben an den Wänden.
Wenn der Einsatz lösemittelarmer Produkte unumgänglich ist, muss auf eine gute und schnelle Trocknungszeit ebenso geachtet werden, wie auf eine intensive und regelmäßige Lüftung.
Achtung: Sicherheitsdatenblätter liefern Fachdaten für Industrie und Gewerbe, erlauben aber keine Schlüsse auf mögliche Gesundheitsgefahren für den Nutzer.

Als "lösemittelarm" gekennzeichnete Kleber dürfen z.B. einen Anteil an Lösemitteln von 5% haben. Auch aus gesetzlich als "lösemittelfrei" gekennzeichneten Produkten können Lösemittel ausgasen, denn ein Anteil unter 0,5% braucht ebenso wenig angegeben zu werden, wie der Gehalt an Lösemitteln mit einem Siedepunkt oberhalb von 200 °C. Diese sind leider "schwerflüchtig", d.h. die Ausdünstungen können jahrelang dauern!


6. Infos zu: Schwermetalle
Wer zur Vorsorge Kontakte mit Schwermetallen vermeiden will, sollte:

  • Keine Amalgamfüllungen einsetzen lassen;
  • Keine Metallgegenstände (Schmuck, Brille) am Körper tragen;
  • Geschirr aus Keramik verwenden;
  • Schwermetallhaltige Wasserleitungen vermeiden oder austauschen;
  • Auf das Rauchen verzichten

7. Infos zu: Künstliche Mineralfasern
Erhöhte Faserkonzentrationen können auftreten, wenn bautechnische Mängel bestehen und Stäube oder Fasern aus der Dämmung sichtbar herabrieseln oder durch intensive Luftbewegung ein Abrieb möglich ist. Bei fachgerechtem Einbau, d.h. vollständigem mechanischem Abschluss gegenüber Innenräumen besteht grundsätzlich keine Gefahr.


8. Infos zu: Schimmelpilze und Bakterien
Liegen die Ursachen für erhöhten Schimmelbefall in einem Feuchteschaden, hilft langfristig nur eine bauliche Verbesserung. Nach der Sanierung von defekten Materialien, der Einbringung von Sperrschichten oder der Veränderung des Taupunktes ist eine vollständige Trockenlegung und insbesondere eine Entfernung belasteter Materialien erforderlich.
Der Einsatz von chemischen Stoffen (Fungizide) zur Pilztötung scheint oftmals unabwendbar. Aus gesundheitlicher Sicht bestehen aber erhebliche Bedenken, da Fungizide auch auf den Menschen gesundheitschädlich wirken können. Zudem führen fungizide Mittel oft nur vorübergehend zur Beseitigung des Pilzschadens und können eine Neubesiedelung bei fehlenden technischen Maßnahmen (Austrocknung) nicht verhindern.
Im Notfall sollten unter Beachtung aller Sicherheitsregeln und sonstiger Produkthinweise aufgrund der hohen Wirksamkeit Alkohole (70%-ig) oder quartäre Ammoniumverbindungen eingesetzt werden.

Achtung: Lassen Sie bei einem Neubau vor der Einbringung von Einbaumöbeln und Bodenbelägen die Feuchtekonzentrationen in Wänden und Estrichen fachgerecht kontrollieren und lassen sich eine verbindliche Erklärung geben, dass kein Schimmel entstehen kann.
Verzichten Sie auf erst einmal auf Tapeten und nehmen eine Innen- Silikatfarbe.

 

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